Welttag der Umwelt

von | Jun 5, 2018 | Indien, Indien Interkulturell, Kultur, Umwelt, Wirtschaft | 0 Kommentare

Auf vielen Stammtischen höre ich immer wieder die Forderung, dass Schwellenländer insgesamt mehr Verantwortung für die Umwelt übernehmen müssen. Da ist etwas Wahres dran. Indien und China zusammen haben 2,7 Mrd. Menschen (Stand 2016). Das sind mehr als 32 % der Weltbevölkerung. Tendenz steigend.

In einem meiner letzten Artikel berichtete ich bereits darüber, dass wenn die Grundvoraussetzungen stimmen, China und Indien bis zum Jahre 2050 die größten Volkswirtschaften sein könnten. Das birgt vor allem in Sachen Umwelt eine enorme Verantwortung. Umweltschäden wirken sich bekannterweise nie nur lokal, sondern global aus. Auch heute können wir das schon beobachten. Nichtsdestotrotz sollte man vorsichtig mit zu schnellen Bewertungen sein. Mit dem ermahnenden Finger auf diese Länder zu zeigen ist nicht die Lösung. Menschen, Länder und Organisationen durchlaufen eine Entwicklung. Genauso, wie es die heutigen Industrieländer, vor allem nach dem Weltkrieg, durchlaufen haben. Gewisse Phasen können nicht übersprungen werden. Aber auf Grund der heutigen vorhandenen Technologien können manche Entwicklungen schneller durchlaufen werden.

Wie und wovon das abhängig ist, werde ich in einem separaten Artikel erläutern.

Betrachtet man die Medienlandschaft, so findet man meistens nur schlimme Bilder über Indiens Umwelt. Um zu zeigen, dass sich Indien durchaus des Themas Umwelt angenommen hat, habe ich recherchiert und einige vielversprechende Projekte gefunden.

Der südindische Bundesstaat Tamil Nadu hat dreimal so viele Einwohner als Australien. Das BIP ist ungefähr so hoch wie das von der Ukraine oder von Sri Lanka.

Laut dem World Economic Forum produziert das Bundesland mehr Windenergie als Schweden oder Dänemark. Mittlerweile ist es das drittgrößte indische Bundesland, das Solarenergie produziert. Und bis zum Jahr 2027 könnte dort die gesamte Elektrizität von erneuerbaren Energien stammen. Also wenn Tamil Nadu’s Wirtschaft boomt, während es den CO2 Ausstoß senkt, könnte das Land ein Klimavorreiter für die globalen Schwellenländer sein.

 

In Mumbai fand in den letzten zwei Jahren am sogenannten Versova Strand eine massive Reinigung statt. Diese war so erfolgreich, dass es erstmals nach Jahrzehnten wieder Schlüpflinge einer bedrohten Schildkrötenart gab. Die UN benannte dieses Projekt als einer der weltgrößten Aufräumaktionen. Aus einer Müllhalde mit ungefähr 5.000 Tonnen Müll ist ein Traumstrand geworden. Diese Aktion wurde durch einen Anwalt initiiert, der anfänglich mit einem Nachbarn anfing an Wochenenden den Müll einzusammeln. Durch Aufrufe in den sozialen Netzwerken wurden daraus 1.000 Helfer, darunter Slum-Bewohner, Schulkinder, Politiker und Bollywood-Stars. (Lesen Sie hier mehr über dies Aktion)

„Sei Du selbst die Veränderung, die Du sehen willst für diese Welt.“ Diese Reinigungsaktion zeigt deutlich, welchen Einfluss jeder einzelne von uns hat, und dazu beitragen kann, die Welt etwas besser zu machen.

 

Auch in der Metropole und Landeshauptstadt Neu Delhi gibt es seit Anfang 2017 ein Verbot von Einweg Plastik-Müll. Gerade hier, wo Plastikmüll illegal verbrannt wird, das unter anderem der Grund für die hohe Luftverschmutzung ist, ist dies ein wichtiger Schritt. Dieses Verbot gilt auch im Umliegenden Staatsgebiet „Delhi National Capital Territory“ (Quelle https://utopia.de/)

 

Natürlich nehmen sich nicht nur große Ballungszentren diesem Thema an. Ich selber erlebe auf meinen Reisen in Indien immer mehr, dass kleinere Orte auf Plastiktüten verzichten. Hinzu kommt, weil man die eigene Wirtschaft mehr und mehr fördern will, in Dörfern, wie zum Beispiel in Kodaikanal, im Süden des Subkontinents, vorwiegend lokal produzierte Waren verkauft werden. Dies hat auch eine enorme Auswirkung auf den globalen CO2 Ausstoß.

 

Ich bin mir sicher, dass durch eine einfache Recherche viele weitere vorzeigbare Bespiele – nicht nur in Indien, sondern auch in anderen BRICS-Ländern – gefunden werden können.

 

Es reicht nicht aus, nur an einer Schraube zu drehen, um das Thema Umwelt ganzheitlich zu betrachten. Vor allem sollte man nicht nur ein einzelnes Land betrachten, sondern alle Faktoren, die voneinander abhängig sind, einbeziehen. Es spielen Nachbarländer, Wirtschaft, Politik aber auch die Bürger eine entscheidende Rolle, so wie die hier beschriebenen Projekte zeigen.

 

Wenn Indien mit solchen Projekten weiter voran schreitet und mehr davon initiiert, kann es ein Vorbild sein. Für die anderen Schwellenländer, aber vielleicht auch für die westliche Welt. Das wichtigste ist, dass wir alle weitermachen, weitere Projekte initiieren, Menschen und Unternehmen sensibilisieren und jede Gelegenheit nutzen uns selbst und andere daran zu erinnern, dass jeder seinen kleinen Beitrag leisten kann.

 

Text: Purvi Shah-Paulini

Bild: Pixababy by geralt

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Danke, lieber Rolf, für deine tiefe Freundschaft. Schön, dass wir uns kennen!

Viel Freude beim Anschauen des Videos, das mit wirklich informativen Folien begleitet wird. Natürlich auch anzuhören, nur dieses Mal ist es wichtig die Folien zu sehen.

Episode 8/21: The Wisdom Workshop 2nd Interview with Ajahn Michael „How does suffering arise?“ (German)

Why does Buddha define complaining, birth, sorrow, etc. with the term „suffer“? You could say that these terms lead to suffering. Actually, they are not suffering per se. But Buddha defined it as above. Why? This is one of the questions Ajahn Michael has long asked himself. Through long research in neurology, psychotherapy and psychopathology, he has found tools to exactly understand this. He shares his interesting discoveries with us in this interview. Especially the discovery that Buddha’s teachings are congruent with the aforementioned sciences.

This interview is a continuation of the first interview with Ajahn Michael. But it stands for its own and can therefore be watched independently.

Episode 8-21: Die Weisheitswerkstatt 2. Interview mit Ajahn Michael „Wie entsteht Leid?“

Warum nennt Buddha sich Beklagen, Geburt, Kummer usw. Leid? Man könnte sagen, dass diese Begrifflichkeiten zu Leid führen. Sie sind eigentlich nicht per se Leid. Aber Buddha hat es, so wie oben beschrieben, definiert. Warum? Das ist eine der Fragen, die Ajahn Michael sich lange gestellt hat. Durch lange Recherchen in der Neurologie, der Psychotherapie und der Psychopathologie hat er Tools gefunden, um genau das zu verstehen. Seine interessanten Entdeckungen, v.a. dass die Lehren des Buddha kongruent mit den genannten Wissenschaften sind, teilt er mit uns in diesem Interview.

Dieses Interview schließt zwar an das erste Interview mit Ajahn Michael an, steht aber für sich und kann somit auch ohne Vorkenntnisse angeschaut bzw. angehört werden.

Episode 7/21: The Wisdom Workshop Interview with Ute Marke „The Mad Mom Cycling“

Episode 7/21: The Wisdom Workshop Interview with Ute Marke „The Mad Mom Cycling“

“We are one human race. We all have the same aspirations and dreams … we all have the same hopes … and we all go through the same things. We should stop limiting ourselves to religion, gender, or to national aspects. This is just rubbish in my sense … I just consider myself to be part of the human race. I bow my head towards India, because India allows me to be the way I am” – Ute Marke

Ute Marke whose nick name is “The Mad Mom Cycling”, is a certified economist with sound experience in Telecommunication sector with strong focus on human centered digitalization. Now a days she supports young businesses within the green economy with strategic advice and consultancy. She has enabled life enhancing social projects in Africa and India

Where does her passion for India come from? What has this country given her? What relationship does she have with spirituality and how does she see herself and others see her? And of course we speak about Leadership and Change, resilience and sustainable future. What can German companies learn from India?

Listen to this impressive woman, who learned cycling at the age of 45 and cycled 1000 miles through Lesotho for a good cause and the Himalayas! Ute, you rock and P L E A S E keep on going. You show people around the world, that nothing is impossible and everything starts in your mind: boundlessness or the belief in a life full of boundaries. You are a role model! Thank you for this wonderful and very deep interview. With a deep bow!