„Purvi, was machst Du eigentlich?“

von | Jan 19, 2023 | Aufstellungen, Change Management, Indien Interkulturell, Integrale Aspekte, Kultur | 0 Kommentare

„Purvi, du hast BWL studiert, und ich weiß, dass Du seit 2005 selbständig, und vorwiegend im interkulturellen Kontext in Form von Trainings, Workshops und Coachings unterwegs bist. Seit 2016 bist Du regelmäßig in Indien, manchmal in Afrikanischen Ländern unterwegs und erzählst, dass Du Bauernorganisationen in der Organisationsentwicklung begleitest. Dies auch seit einigen Jahren in Deutschland. Hier begleitest du Unternehmen in Changeprozessen. Und mittlerweile bist du ebenfalls systemischer Coach, begleitest Führungskräfte zum Thema Führung. Ich sehe auf deiner Website, dass du für Verbindung, auf Sanskrit „Yoga“, stehst. Verbindung zwischen östlichen Weisheiten und westlichem Wissen. Das ist eine Menge. Wie passt all das zusammen?“

Diese Fragen werden mir oft gestellt.

Dass das alles etwas verwirrend ist, kann ich verstehen. Dahinter steckt allerdings Strategie, und wenn oben schon der Begriff „Verbindung“ fällt: Dies gilt selbstverständlich auch für meine Angebote.

Um das zu verstehen, hilft es einen Blick auf den integralen Ansatz (Auf Basis von Sri Aurobindos „Der Integrale Yoga“) nach Ken Wilber zu werfen, der in all meinem Tun wie ein Programm im Hintergrund, und wo notwendig auch im Vordergrund, läuft.

Klassische Unternehmensberatungen fokussieren sich in ihrer Beratung auf alles, was man von außen beobachten kann, z.B. Strukturen, Organigramme (im klassischen Kontext) und Prozesse. Dabei geben Sie dem „Inneren“ eines Unternehmens eine nicht so große Bedeutung.

Organisationsentwickler richten ihren Fokus genau darauf – auf das WIR im Inneren. Die Kultur des Unternehmens, darunter gehören u.a. Team-, Kommunikation, Wertekultur u.v.m. Dabei werden den Strukturen und Prozessen kaum Beachtung geschenkt. Beide Sichtweisen haben recht, aber nur teilweise.

Veranschaulicht im folgenden Bild:

Mit dem integralen Ansatz habe ich die Möglichkeit, beide Aspekte mit allen Inhalten im Auge zu behalten und zu verbinden. Beide Aspekte sind wichtig und müssen gleichermaßen in allen Maßnahmen berücksichtigt werden. Nur reicht das allein nicht aus.

Jede Organisation besteht aus Menschen, die sich in ihrem Arbeitsumfeld wohl fühlen möchten, und gleichzeitig sollen sie die gesteckten Ziele des Unternehmens mit erfüllen. Jeder dieser Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bringen ihr eigenes Weltbild mit Werten, Ich-Entwicklung und allen Bedürfnissen mit in das Unternehmen, und erfüllen damit die ihnen aufgetragenen Aufgaben. Sie bringen logischerweise auch ihre persönlichen Themen mit, die sie nicht einfach zu Hause lassen können und andersherum genauso. Welchen Einfluss haben diese Themen auf den Arbeitsalltag? Wie weit darf der Arbeitgeber in die Privatsphäre eines Mitarbeiters rein? Ist das ratsam? Was genau motiviert die Mitarbeiter im Unternehmen zu sein? Welche eigenen Wünsche haben sie, und wie kann ein Unternehmen dazu beitragen, dass ihre eigenen Ziele verwirklicht werden? Wie kann ich als Führungskraft durch Führung motivieren?

Mitarbeiter können im Unternehmen erst erfolgreich sein, wenn sie ein Verständnis füreinander haben. Bevor andere verstanden werden, ist es wichtig, dass jeder sich selbst versteht. Diese Verbindung finden Sie in meinem Slogan Geschäfte entstehen, wenn Menschen SICH verstehen. Ich habe einen umfangreichen Methodenkoffer, der die unterschiedlichen Bedürfnisse aus vielseitigen Aspekten bedient. Ich kann Coaching bzw. Führungskräfteentwicklung nicht getrennt von Change Themen, v.a. in und für Teams, betrachten. Sie hängen eng miteinander zusammen.

Und diese Zusammenhänge finden sich in meinen Angeboten wieder. Und wer mich kennt weiß, dass Kultur meine Leidenschaft und mein Spezialgebiet ist. Einmal klassisch im interkulturellen Kontext und auch im oben beschriebenen Change-Prozessen, v.a. wenn es um Kulturwandel und Werte in Unternehmen und Organisationen geht. Viele Themen, die ich persönlich nicht bedienen kann, bearbeite ich mit Kollegen und Kolleginnen aus meinem Partnernetzwerk.

Eine Methode, mit der ich arbeite: Integral-Operationale Strukturaufstellungen

In diesem Zusammenhang möchte ich einer meiner angewandten Methoden, die Integral-Operationale Strukturaufstellungen (IOSA) nach Rolf Lutterbeck, genauer beschreiben.

Sie sind eine sehr effektive und effiziente, von Rolf Lutterbeck entwickelte Methode, die es mir meist innerhalb von ein bis zwei Stunden ermöglicht, alle „Themen“ (private oder berufliche. bis hin zu Unternehmensproblemen) aus vielen (integralen) Perspektiven zu analysieren und – falls gewünscht – allparteiliche Lösungsmöglichkeiten zu finden (d.h. Lösungen, mit denen es möglichst allen Betroffenen „gut“ geht). Jedes noch so komplexe Thema kann in einfacher Form „betrachtet“, jedes „Problem“ verstanden werden. Aufstellungs-„Blitzlichter“ liefern schon innerhalb von Minuten verwertbare hilfreiche Erkenntnisse. Gerade im Business ist es wichtig, mit einfachen sog. Bildanalysen ein Problem aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Geeignete Themen hierzu sind Teamstrukturen, Unternehmensumfeldanalysen und Orga-nisationsstrukturen. Diese Methoden funktionieren auch ohne Stellvertreter. Hier einige Beispiele für Ihren Nutzen: 

  • Zielgruppen-, Produkt-, Marktanalysen
  • Changeprozesse begleiten, analysieren und daraus Handlungsstrategien entwickeln
  • Frühzeitiges Erkennen, ob ein (neuer) Mitarbeiter ins Team passt
  • Visions- und Zielfindung
  • u.v.m.

 Alles kann in einem anonymen Kontext statt-finden, Geschäftsgeheimnisse bleiben gewahrt, denn mit dieser Methode kommt man mit wenig Informationen aus.

Viele Themen lassen sich mit dieser Methode auch online, z.B. über Zoom oder Teams, gut durchführen.

Am besten ist es sowieso dies einmal live zu erleben, denn nur darüber zu lesen wird nicht den wirklichen Einblick ermöglichen. Die Er-fahrung macht’s. Wenn Sie das noch nicht kennen, kann es sein, dass es Ihnen etwas ungewöhnlich vorkommt.

Das Besondere an dieser Methode ist, dass es auf wissenschaftlichen Erkenntnissen nach Prof. Varga van Kibéd und seiner Frau Insa Sparrer basieren. Kombiniert wird dies mit dem prozessorientierten Coaching und dem integralen Ansatz nach Ken Wilber AQAL (Alle Quadranten, Alle Level, alle Linien/Bereiche, alle Zustände und alle Typen). Ken Wilbers integrale Landkarte basiert u.a. aus Er-kenntnissen des Buddhismus und dem indischen Philosophen Sri Aurobindo. Aurobindo verbindet in seiner Person die humanistische Bildung und das Wissen des Westens mit den Weisheitslehren und spirituellen Traditionen Indiens.

Seit 2022 bilde ich selbst in Zusammenarbeit mit Rolf und Vera Lutterbeck sowie Trainer-kollegen und -kolleginnen im IOSA Basiskurs, Aufbau A (unbewusste Anteile) und Aufbau B (Business) aus.

Wie gesagt, das ist nur eine Methode von vielen, mit der ich arbeite.

Wer Interesse hat, eine Aufstellung mal live zu erleben, auch als Stellvertreter oder sich eigene Themen anschauen und/oder selbst eine Ausbildung machen möchte, setzt sich bitte mit mir in Verbindung.

 

Text: Purvi Shah-Paulini 

Bild: Pixabay

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Dr. Berstermann ist Wirtschaftsingenieur und promovierter Wirtschaftswissenschaftler, insbesondere im Bereich Nachhaltiges Management. Erletiet gemmeinsam mit Prof. Dr. Karin Schnitker das Reallabor Innovation, Entrepreneurship und agile Führung an der Hochschule Osnabrück und ist seit 2017 Lehrbeauftragter u. a. in den Bereichen Betriebliches Nachhaltigkeitsmanagement und Systemische Führung. Zwischen 2015 und 2017 war er als Organisationsberater in einer mittelständischen Unternehmensgruppe der Bio-Lebensmittelbranche tätig.